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Nachhaltiger Konsum

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   Datum der juristischen Überprüfung: 4/3/2011

Was heißt eigentlich Nachhaltigkeit?

Schalten Sie beim Verlassen eines Zimmers immer das Licht aus? Gehen Sie zu Fuß zur Arbeit oder zum Einkauf? Führen Sie Ihren Abfall der Wiederverwertung zu? Kaufen Sie Lebensmittel aus regionalem Anbau? Kontrollieren Sie Kleidungsetiketten auf das Herstellerland? Wenn Sie eine oder mehrere Fragen bejahen, dann sind Sie Teil einer globalen Bewegung mit dem Ziel einer klügeren Lebensweise - einer Lebensweise, die Sie gesünder macht, Geld spart, anderen zu einem angemessenen Leben verhilft und mithilft, unseren wunderbaren Planeten zu schützen. Es ist eine Lebensart, welche viele Menschen bewusst wählen, um sich der Herausforderung der Nachhaltigkeit zu stellen.

Die Herausforderung der Nachhaltigkeit (sustainability challenge)

Die Welt ändert sich durch uns; um das zu schützen, was noch bleibt, müssen wir uns nun ändern. [1]

Was halten Sie von dieser Aussage? Sie ist ein hartes, dramatisches Statement mit dem eindeutigen Fokus auf „Änderung“. Zweifelsohne ist die Menschheit für globale Veränderungen verantwortlich. Aber ob zum besseren oder schlechteren, das ist ein Haupt-Thema. Wie können wir unsere Anstrengungen so konzentrieren, dass die daraus resultierenden Änderungen der allgemeinen Verbesserung dienen? Ob es um die beste Art Gemüse zu kochen geht, oder wie man einen neuen Schornstein isolieren sollte, auf dieser Webseite finden Sie viele Antworten – sie hilft Ihnen auf dem Weg zu einer besseren Lebensweise, die auch die Herausforderung der Nachhaltigkeit annimmt.

Definition der Nachhaltigkeit

„Eine weniger egoistische Lebensweise.“

„Eine neue Art zu überdenken, was und wie jeder etwas tut.“

„Konsum, der mehr Acht gibt auf die eigene Gesundheit, die Gesundheit der Erde und unserer Mitmenschen.“

„Schutz der Biosphäre, um menschlichen Schaden zu vermeiden und zur Sicherung und Schonung des Ökosystems.“

Die oben genannten Aussagen versuchen unterschiedliche Ansätze für eine nachhaltige Lebensweise aufzuzeigen. Nachhaltigkeit hat sehr viel mit jedem von uns zu tun, unseren Entscheidungen, unseren Handlungen – und wie diese wiederum mit unserer natürlichen Umwelt zusammenhängen.

Es wäre sicher zu viel verlangt, wenn sich alle Erwachsenen auf eine Definition der Nachhaltigkeit einigten. Dies versuchen Individuen oder auch Gruppen, es ist aber niemandem gelungen, eine allgemein akzeptierte Definition zu formulieren. Trotzdem existiert eine international anerkannte Definition. Sie stammt aus dem wegweisenden Brundtand-Bericht aus dem Jahr 1983, wo Nachhaltigkeit erklärt wird als Entwicklung, die gegenwärtige Bedürfnisse befriedigt, dabei aber sicherstellt, das zukünftigen Generationen eben diese Möglichkeit nicht genommen wird. [2]

Wenn wir diese Definition annehmen, dann ist es wichtig, dass wir uns über den Unterschied zwischen Bedürfnissen und Wünschen bewusst sind.

Bedürfnisse und Wünsche

Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche, welche auch individuell empfunden werden. Eine Mutter, die als Außendienstmitarbeiterin arbeitet, braucht einen PKW für die Arbeit, ein eben 18-jähriger Schüler möchte vielleicht ein eigenes Auto, braucht es aber nicht wirklich. Der eine Bankangestellte mag das Gefühl haben, er bräuchte einen MP3-Player, um sich nach einem Arbeitstag während des Joggens entspannen zu können; der andere hat dieses Gefühl nicht, er geht lieber mit seinem Hund spazieren und genießt den Klang der Natur.

Unsere Wünsche und Bedürfnisse sind oft gekoppelt an das Umfeld und die Zusammenhänge, in denen wir leben, arbeiten und unsere Freizeit verbringen. Produkte und Dienstleistungen, die wir nutzen, werden durch unsere Wünsche und Bedürfnisse beeinflusst, weiterhin hat unser Nutzungsverhalten über die Produkte und Dienstleistungen wiederum Auswirkung auf Umfeld und Gefüge, in dem wir leben. Man sollte nicht vergessen, dass unser Lebensumfeld nicht nur aus Rohstoffen, vom Menschen errichteten Bauwerken oder Technik bestehen. Es sind immer auch Menschen direkt anwesend oder eingebunden. Deshalb hat unsere Entscheidung, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu nutzen, immer auch eine direkte oder indirekte Auswirkung auf weitere Menschen.

Es gibt einige globale Grundbedürfnisse: Nahrung, Wasser, Unterkunft, Bildung oder medizinische Versorgung. Wir haben allerdings noch nicht den Punkt erreicht, an dem diese Grundbedürfnisse weltweit gleichermaßen gesichert sind. Gerechtigkeit bei der Verteilung der weltweiten Ressourcen ist noch immer eine große Aufgabe. Wünsche in entwickelten Ländern gefährden Bedürfnisse in Entwicklungsländern: Jugendliche in Europa mögen zwar denken, eine große Auswahl an Kleidung für das Wochenende zu brauchen, dies kann aber dazu führen, dass Kindern in Sri Lanka eine bessere Bildung verwehrt wird, da sie auf die Baumwollfelder geschickt werden, um die Rohstoffe zu sammeln. Besucher von Fast Food-Restaurants mögen vielleicht die besonders langen und dünnen Pommes-Frites bevorzugen, aber ihnen ist nicht klar, dass in einem fernen Land die Felder zum Anbau für den passenden Kartoffeltyp umgestellt werden, müssen manchmal mit negativen Konsequenzen für Auskommen oder Existenz.

Nachhaltigkeit: Ziele

Es ist nicht einfach, die Auswirkungen unserer Entscheidungen abschätzen zu können. Aber wenn wir eine bessere Lebensart bezüglich der Nachhaltigkeit anstreben, ist es wichtig, die drei Hauptziele zu beachten:

  • Eine nachhaltige Wirtschaft aufbauen:

Aufbau einer starken, stabilen und nachhaltigen Wirtschaft, die der Allgemeinheit Wohlstand und Möglichkeiten bietet, und in der die Kosten für Schäden an Umwelt oder Gesellschaft jene zufallen, die sie verursachen; eine Wirtschaft, in der andererseits ein Ansporn geboten wird, die vorhandenen Ressourcen effizient zu nutzen.

  • Eine gesunde und gerechte Gesellschaft sichern:

Befriedigung der verschiedenen Bedürfnisse aller Menschen in bestehenden und zukünftigen Gemeinschaften, sowie Förderung des persönlichen Wohlergehens, der sozialen Integration sowie sozialen Einheit durch Schaffung gleicher Chancen für jeden.

  • Auf die Grenzen unserer Umwelt achten und die natürlichen Ressourcen schützen:

Die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und die Biodiversität (Artenvielfalt) achten, um unsere Umwelt zu schützen und sie für zukünftige Generationen zu erhalten.

Durch die Arten von Produkten und Dienstleistungen, die wir in Anspruch nehmen, sowie die Richtlinien, die wir bei der Inanspruchnahme unterstützen oder auch ablehnen, können wir zur Verbesserung der cooperate social responsibility und einer verantwortungsbewussten Regierungsführung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene beitragen, so dass Entscheidungen und Handlungen im Sinne der Nachhaltigkeit umgesetzt werden.

Wussten Sie schon?

Die „Philosophie der siebten Generation“ des Irokesen-Völkerbundes der USA und Kanada verlangte von den Häuptlingen vor jeder Entscheidung oder Handlung, die Auswirkungen dieser auf die Nachfahren sieben Generationen später zu bedenken.

Nachhaltigkeit: Die Verknüpfung Wirtschaft-Gesellschaft-Umwelt

Wenn Menschen sich über ein Verhalten im Sinne der Nachhaltigkeit unterhalten, dann bedeutet dies meist, dass sie viele Aspekte abwägen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Tatsächlich unterstreicht Nachhaltigkeit Beziehungen, weniger einzelne Teile. Es geht eher um das Ganze denn um Feinheiten davon.

Die drei Hauptkomponenten der Nachhaltigkeit sind Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Die folgende Abbildung wird oft zur Veranschaulichung der Verbindungen genutzt:

Ökonomische Nachhaltigkeit beinhaltet Punkte wie vernünftige Gewinne, angemessene Löhne und Gesellschaftsarbeit. Gesellschaftliche Nachhaltigkeit meint Aspekte wie Anteilnahme bei der allgemeinen Gesetzgebung, faire Arbeitsrichtlinien und Gleichbehandlung von Frauen und Minderheiten. Nachhaltigkeit bezüglich der Umwelt beachtet Parameter wie Reinheit von Luft, Wasser, Boden, oder Gesundheit von Pflanzen, Tieren und dem Menschen.

Beispielsweise könnten Sie die Nachhaltigkeit ihres lokalen Umfeldes folgendermaßen prüfen:

Fragen zur ökonomischen Nachhaltigkeit, etwa:

  • Gibt es in dieser Gegend weniger oder mehr gutbezahlte Stellen – arbeiten die Leute mehr und bekommen weniger, oder geht es der Bevölkerung gut?
  • Gibt es hier weniger oder mehr Armut und Obdachlosigkeit?
  • Ist es leichter oder schwerer eine angemessene Wohnung zu bezahlbaren Konditionen zu bekommen?

Fragen zur Umweltnachhaltigkeit, etwa:

  • Ist die Luftqualität in meiner Stadt besser oder schlechter geworden?
  • Gibt es heutzutage mehr oder weniger Warnungen, Fische aus lokalen Gewässern zu verzehren?
  • Hat sich die Anzahl an umweltfreundlichen Umbauten (Solaranlage etc.) erhöht?

Fragen zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeit, etwa:

  • Werden traditionelle regionale Veranstaltungen regelmäßig durchgeführt?
  • Hat die Bereitschaft der Leute zur freiwilligen Hilfe/Mitarbeit eher ab- oder zugenommen?
  • Übernehmen mehr oder weniger Menschen öffentliche Ämter oder Aufgaben in ehrenamtlichen Einrichtungen?

Aber wo ist der Zusammenhang zu unserem alltäglichen Leben und unseren Eigenheimen? Nehmen wir einmal an, Sie ziehen die Installation einer Solaranlage an Ihrem Haus als Energiesparmaßnahme in Betracht (Umweltaspekt). Nun überlegen Sie sicher, ob Sie sich für ein lokal produziertes oder ein ausländisches Modell entscheiden sollten (ökonomischer Aspekt), ein sozialer Aspekt wären die Auswirkungen auf die Waschgewohnheiten der Familienmitglieder. Oder stellen Sie sich vor, Sie kaufen aus gesundheitlichen Gründen und zum Schutz der Umwelt nur Bio-Obst und -Gemüse (Umwelt- und gesellschaftlicher Aspekt), dann gilt es auch festzulegen, welche Transportstrecke man für sich oder die Lebensmittel akzeptiert (Umwelt und Ökonomie) und ob vielleicht die Möglichkeit besteht, sie direkt beim Erzeuger, etwa einem nahgelegenen Bauernhof, zu beziehen (Ökonomie und gesellschaftlicher Aspekt). Alles hängt zusammen.

Einige Menschen verstehen unter Nachhaltigkeit eine „Zurück zur Natur“-Bewegung, die Rückkehr zu althergebrachten Techniken und Verfahren. Das ist eine eingeschränkte Sichtweise. Nachhaltigkeit bedeutet nicht ein primitives Leben ohne moderne Vorzüge, sondern ein Begreifen der eigenen Situation, die Entwicklung und angemessene Nutzung der Technik und eine Gestaltung der Gemeinschaft in einer vernünftigen Art und Weise, die ökonomisch und ökologisch sinnhaft ist. [3] Anders ausgedrückt: Nachhaltigkeit ist ein Prozess der Entscheidungsfindung, welcher ökonomische, gesellschaftliche und umweltrelevante Faktoren zum Wohle der Allgemeinheit berücksichtigt. Nachhaltige Ökonomie ist gekennzeichnet vom Grundgedanken der Ressourcenschonung und der Berücksichtigung kultureller Eigenheiten einzelner Gesellschaften. Eine nachhaltige Gesellschaft lebt in Einklang mit sich und der Natur. Eine nachhaltige Umwelt erlaubt die Regeneration natürlicher Ressourcen und schützt Leben, Gesundheit und tragbaren Fortschritt.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Wirtschaft-Gesellschaft-Umwelt.

Nachhaltigkeit muss nicht schwer verständlich sein. Es dreht sich um eine Behandlung der Erde, als wollten wir hier bleiben, und die Sicherstellung, dass künftige Generationen sie in gutem Zustand übernehmen. Grafschaftsrat Shropshire

Indikatoren der Nachhaltigkeit

Um die Nachhaltigkeit eines Szenarios oder einer Entwicklung abschätzen zu können, werden ständig Nachhaltigkeitsindikatoren entwickelt. Sie haben wahrscheinlich schon in den Nachrichten davon gehört. Schauen wir uns diesen Begriff etwas näher an.

Was sind Indikatoren?

Ein Indikator hilft uns zu verstehen wo wir uns befinden, welchen Weg wir gehen und wie weit wir von unserem Ziel entfernt sind. Ein guter Indikator weist frühzeitig auf ein Problem hin und trägt zu dessen Lösung bei. [4]

Welches sind Indikatoren der Nachhaltigkeit?

Die Agenda 21 der Vereinten Nationen (UN) unterstützt die Nutzung von Nachhaltigkeitsindikatoren zur Beschreibung der aktuellen Lage von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. [5] Indikatoren können bei der Beobachtung des Fortschritts hin zu einer nachhaltigen Entwicklung hilfreich sein und Verbesserungsvorschläge aufzeigen.

Am konkreten Beispiel können wir uns die Nachhaltigkeitsindikatoren eines herstellenden Betriebs vorstellen. Es kommt zwar auch auf die Art der produzierten Güter an, allgemeine Indikatoren einer nachhaltigen Produktionsweise würden:

  • die Art der verwendeten Materialien berechnen (Prozentsatz regenerativer/nicht regenerativer Materialien, Anteil recycelter/nicht recycelter Rohstoffe), die benötigte Menge ermitteln (regenerative Ressourcen können nicht schneller verbraucht werden als sie nachwachsen). Hier ist auch die notwendige Energie zu berücksichtigen, welche für die Produktion und den Transport von Arbeitern, Rohstoffen und produzierten Gütern nötig ist.
  • die Menge und der Typ der Schadstoffabgabe ermitteln und der Fähigkeit des umgebenden Ökosystems gegenüberstellen, solche Schadstoffe ohne Schaden aufzunehmen.
  • Den Grad ermitteln, in dem Arbeitern die Möglichkeit gegeben wird oder sie ermutigt werden, sich weiter zu qualifizieren.
  • Die Bereicherung ermitteln, die das Werk der umliegenden Region bringt, auch der Bezugsregion der Rohstoffe und der Ziel-/Entsorgungsregion der produzierten Güter. [6]

Ein wichtiger Punkt ist, dass der Nutzwert von Indikatoren von ihrer Relevanz abhängt, für verschiedene Orte benötigt man unterschiedliche Indikatorenbündel. Beispielsweise können die zurückgelegten Kilometer mit der Bahn pro Jahr und Einwohner ein guter Indikator für umweltfreundlichen Verkehr in Frankreich sein, nicht jedoch auf Malta, denn dort gibt es keine Bahn. Man kann sagen, dass Indikatoren eine Art sind, Nachhaltigkeit in Aktion zu erleben. Internationale Organisationen und Forschungsinstitute erstellen ständig Listen mit Nachhaltigkeitsindikatoren. Sie versuchen auch Best- Praxis- Beispiele für unterschiedliches Konsumentenverhalten im persönlichen, familiären, gemeinschaftlichen, industriellen oder auch Konsumverhalten zu finden. Zum Thema Bildungswesen für eine nachhaltige Entwicklung finden sich solche Zusammenstellungen unter der UN Decade of Education for Sustainable Development (2005-2014, „UN Weltdekade der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“) [7]

Lesen sie mehr … Nachhaltigkeitsindikatoren…

Konsumerismus versus Weltbürgertum

Haben Sie sich auch schon mal dabei ertappt, ein Produkt nur des Kaufens wegen erstanden zu haben, ohne es wirklich zu brauchen? Dies war wahrscheinlich in einer Situation, wo alle aus dem eigenen Umfeld dieses Produkt kauften, oder Sie hatten einfach das Gefühl, dieses Produkt haben zu müssen. Unbestritten spielt die Werbeindustrie eine gewichtige Rolle bei diesem Phänomen. Es wird Konsumerismus genannt. Anders ausgedrückt, die Verbraucher werden zum Konsum von Artikeln mit dem Versprechen verführt, dann so zu sein wie alle anderen, oder dass das Produkt eine persönliche Aufwertung bedeutet, nicht, weil ein Produkt oder eine Dienstleistung für das eigene Wohlbefinden essentiell wäre.

In früheren Zeiten wurde vor allem der Nutzwert eines Produktes oder einer Dienstleistung vor dem Erwerb geprüft. Wird der gewünschte Zweck erfüllt? Wie auch immer, die Industrielle Revolution brachte mehr Auswahlmöglichkeiten mit sich. Heute ist der industrielle Ausstoß an Waren und Dienstleistungen viel höher als der tatsächliche Bedarf. Verbraucher begehren ein Produkt oder eine Dienstleistung wegen der Assoziation mit einem bestimmten Lifestyle, nicht wegen eines echten Bedürfnisses.

Aber diese Verknüpfung mit einem Lebensstil kann auch positiv sein. Konsumenteneinstellungen ändern sich auch. In vielen Ländern ist schon ein Wandel vom sorglosen Konsum hin zu einem bewussten Konsum zu beobachten. Regierungen, nichtstaatliche Organisationen und die Geschäftswelt realisieren dies. Sie entwickeln und fördern Bestimmungen, Verfahren, Produkte und Dienstleistungen, welche diesem neuen Verlangen von Konsumenten entsprechen. Es geht um Bürger, die bewusste Konsumenten sein wollen, Weltbürger, die Entscheidungen zum allgemeinen Wohl treffen wollen und auf nachhaltige Art zu leben beabsichtigen.

Nachhaltiger Konsum ist ein Wandel in den historischen gesellschaftlichen Konsummustern und Konsumverhaltensweisen, der es Verbrauchern ermöglicht, bessere Produkte und Dienstleistungen zu nutzen, die weniger Ressourcenverbrauch und Umweltverschmutzung verursachen und einen Beitrag zum weltweiten gesellschaftlichen Fortschritt leisten.“ Sustainability Victoria [8]

Nachhaltiges Leben

Nachhaltige Herstellung und Konsum bedeuten Produktion und Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen ohne die Schädigung von Umwelt und Gesellschaft. Dies ist der Schlüssel zum nachhaltigen Leben. Es wird ein nachhaltiger Lebensstil gewählt, der natürliche Ressourcen schützt und bewahrt und das Wohlbefinden und die Gesundheit aller Erdbewohner sichert. Für manche mag dies wie eine Wunschvorstellung klingen; aber wir müssen an diesem Ideal festhalten, wenn wir die Welt in die richtige Richtung ändern wollen.

Selbst kleine Schritte auf persönlicher oder familiärer Ebene können helfen: angefangen beim Duschen statt Baden bis hin zur Nutzung von Abwasser zur Hofreinigung; das Kochen auf kleiner Flamme und die Planung des wöchentlichen Familienessens sind ebenso Aspekte wie das Ausschalten des Computers durch Ziehen des Steckers und die Auswahl möglichst stromsparender Geräte; Nachhaltigkeit reicht von der Nutzung von Altpapier für Einkaufszettel bis hin zur Entsorgung von Schadstoffen bei geeigneten Entsorgungsstellen; vom Einkauf von regionalem Obst und Gemüse bis hin zur Auswahl von Kleidung mit einem „Fair Trade“-Etikett, vom Fußweg zur Schule oder dem Fitness-Center bis zur Reduktion der Anzahl jährlicher Flugreisen.

Das Ziel dieser Webseite ist die Beschreibung eben dieser Art nachhaltigen Lebens. Es gibt verschiedene Optionen, wenn es um Essen und Trinken, Bauen und Wohnen, Gutes Aussehen und Mobilität geht.

Wir haben alle unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche. Zuerst müssen Sie lernen, Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche einzuschätzen. Dann sollten Sie Ihre Möglichkeiten ausloten, Nachhaltigkeit zu leben. Wie sind die finanziellen Möglichkeiten? Was wird für Sie kurzfristig und auf lange Sicht am besten funktionieren? Was ist ungefährlicher oder vorteilhafter für Mitmenschen und die Umwelt auf kurze und lange Sicht? Was kann man bei Ladenbetreibern, der Stadtverwaltung, Politikern oder Produzenten anregen, um eine nachhaltige Wahlmöglichkeit zu haben? Dies sollte Ihre Denkweise sein, wenn Sie ein Weltbürger sein wollen. Dies sollte Ihr Vorgehensplan sein, wenn Sie eine gute Lebensqualität der Menschen und einen gesunden Planeten in näherer und ferner Zukunft wollen.

Klicken Sie auf die folgenden Links, um zu handeln

Essen und Trinken

Bauen und Wohnen

Gutes Aussehen

Mobilität

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Wenn Sie ein Lehrer sind, so gibt es extra für Sie einen Lehrer-Bereich. Klicken Sie hier für eine Auswahl an Unterrichtseinheiten und Lehrmaterialien, die Sie mit Ihren Klassen, abhängig von Alter und unterrichtetem Fach, bearbeiten können.

Und sollte Ihnen ein Begriff begegnen, dessen Bedeutung Ihnen nicht geläufig ist, dann können Sie im Glossar eine schnelle und einfache Erklärung abfragen.

[1] Vgl. Bryan Walsh (2008) Playing Climate Change Catch-Up. Das Original ist zu finden unter http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1811058,00.html Gesichtet am 23. August 2008

[2] Vgl. Brundtland, G.H. (1983) Report of the World Commission on Environment and Development: Our Common Future. Original verfügbar unter http://www.worldinbalance.net/pdf/1987-brundtland.pdf, gesichtet am 25. August 2008

[3] Center for Sustainable Communities, University of Regina. Verfügbar unter http://www.uregina.ca/csc/ Gesichtet 25. August 2008

[4] Vgl. Hart, M. Sustainable Measures. Verfügbar unter http://www.sustainablemeasures.com/Indicators/WhatIs.html, gesichtet am 25. August 2008

[5] Vgl. United Nations Conference on Environment and Development. (1992). Agenda 21. Verfügbar unter http://www.un.org/esa/sustdev/documents/agenda21/english/agenda21toc.htm, gesichtet am 25. August 2008

[6] Hart, M. Sustainable Measures. Verfügbar unter http://www.sustainablemeasures.com/Indicators/WhatIs.html, gesichtet am 25. August 2008

[7] UNESCO. Education for Sustainable Development. Good Practices in the UNECE region, Verfügbar unter http://portal.unesco.org/education/en/ev.php-URL_ID=54633&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201.html, gesichtet 28.August 2008

[8] Sustainability Victoria. Glossary. Verfügbar unter http://www.sustainability.vic.gov.au/www/html/1726-glossary-a-f.asp Gesichtet am 28 August 2008

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Was heißt eigentlich Nachhaltigkeit?