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Finanzielle Allgemeinbildung

Geschichte und Funktionen des Geldes

In einer Tauschwirtschaft wird Ware gegen Ware getauscht. Dort gibt es Geld nicht als physische Erscheinung, sondern nur als Bezugsgröße für die Bemessung des Wertes.


Geschichte und Funktionen des Geldes

Die Tauschwirtschaft

In einer Tauschwirtschaft wird Ware gegen Ware getauscht. Dort gibt es Geld nicht als physische Erscheinung, sondern nur als Bezugsgröße für die Bemessung des Wertes. Z. B. wird der Tauschwert von Getreide und Stoffen an einer gemeinsamen Bezugsgröße Vieh/Rind gemessen. Güter, wie Vieh, Getreide oder Salz, die sich gut zum Tauschen eigneten, wurden zu einer Vorform des Geldes.

Die ersten Münzen

Die ersten Münzen wurden in Babylon geprägt. Sie waren aus Silber. Die Babylonier kannten zudem auch schon Bankhäuser und vergaben Kreditbriefe. Gegen Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. wurden auch in Kleinasien und Griechenland Münzen geprägt. Damals gab es auch die ersten „Weltwährungen“. Die unter Alexander dem Großen (365 – 323 v. Chr.) geprägten Münzen besaßen im östlichen Mittelmeer (Mazedonien, Griechenland, Kleinasien, Babylonien, Syrien, Ägypten) Gültigkeit, was ihnen den Status einer Weltwährung einräumte. Gleiches galt für die von den Römern geprägten Münzen im westlichen Mittelmeer. Sie waren in Italien, Spanien, Frankreich, Nordafrika, dem südlichen Germanien und Großbritannien im Umlauf.

Das erste Papiergeld in Europa

Über das erste Papiergeld verfügten die Chinesen. In Europa setzte sich das Papiergeld erst Ende des 14. Jahrhunderts langsam durch. Die ersten Papierscheine wurden per Hand signiert.

Die Deutsche Mark (DM)

Am 21. Juni 1948 wurde in den westlichen Besatzungszonen die Deutsche Mark eingeführt. Über die Lebensmittelausgaben erfolgte die Erstausstattung der Bevölkerung mit der DM. Die neue Währung wurde sofort von der Bevölkerung akzeptiert. Zunächst gab es nur Geldscheine und zwar in Stückelungen zu ½, 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 DM. Die ersten Münzen wurden erst später eingeführt; nämlich 1949 mit der Ausgabe der ersten 5 und 10 Pfennigmünzen. Sie waren aus Aluminium.

Die Einführung des Euros

Am 1.1. 1999 wurde der Euro als gesetzliche Buchungswährung eingeführt. Am 17. Dezember 2001 gaben Banken und Sparkassen erstmals Euro- Münzen in Form eines „Starterkits“ heraus. Dieses konnten die Bürgerinnen und Bürger für 20 DM erhalten. Das „Starterkit“ enthielt Münzen im Wert von 10,23 €. Ab dem 1.1.2002 ist der Euro die offizielle Währung in der BRD.

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Die drei Geldfunktionen

1) Geld als Zahlungsmittel

Geld erleichtert den Tausch unzähliger Güter- und Dienstleistungen, die auf Märkten getauscht werden können.

2) Geld als Recheneinheit

Die Güter, die in einer Volkswirtschaft erwirtschaftet werden, werden in Geldeinheiten ausgedrückt. Dadurch kann man sie wertmäßig erfassen und miteinander vergleichen. Das ist die einzige Möglichkeit, um das erwirtschaftete Sozialprodukt in einem Land zu ermitteln.

3) Geld als Wertaufbewahrungsmittel

Oftmals liegt zwischen der Einkommensentstehung und der Einkommensverwendung ein längerer Zeitraum. Ein Konsument spart z. B. über einige Jahre einen Teil seines Einkommens, um sich später ein neues Auto zu kaufen. Diese Wertaufbewahrungsfunktion kann allerdings mit Problemen behaftet sein. Angenommen 100 Euro aus dem Jahr 2007 sind im Jahr 2008 nur noch 90 Euro wert, dann ist die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes erheblich eingeschränkt.

Hier ist das Merkblatt als PDF-Datei zu finden:

PDF - 94.9 kB

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[1] Schlösser, M., H. (2002): Von den Anfängen bis zum Euro, eine kurze Geschichte unseres Geldes, in: Unterricht Wirtschaft, Heft 11, S. 11- 16

[2] Kaminski, H. , Behrends, S. , Brettschneider, V. , Koch, M. (2005): Unterrichtseinheit „Finanzielle Allgemeinbildung“, Düsseldorf (Verlagsgruppe Handelsblatt, Leser-Service, Postf. 102753, 40018 Düsseldorf).