Inflation ist ein Prozess ständiger Preisniveausteigerungen. Das Gegenteil von ständigen Preisniveaustiegerungen, ständige Preisniveausenkungen wird als Deflation bezeichnet.

Definition: Inflation
Es gibt verschiedene Definitionen vonInflation. Die geläufigste ist:
Inflation ist ein Prozess ständiger Preisniveausteigerungen. Das Gegenteil von ständigen Preisniveaustiegerungen, ständige Preisniveausenkungen wird als Deflation bezeichnet. Durch diese Definition sind z. B. Entwicklungen ausgeschlossen, in denen das Preisniveau nicht ständig steigt; es sich also nur um temporäre Steigerungen, die z. B. durch Mißernten hervorgerufen werden, handelt. Auch Einzelpreissteigerungen (wenn also nur einige Preise steigen), die nicht auf das Preisniveau durchschlagen, fallen nicht unter den Begriff Inflation, wie er hier definiert wurde.
Wie wird das Preisniveau gemessen?
Da es entweder technisch unmöglich oder zu kostspielig ist aller Preise in einer Volkswirtschaft zu messen, werden nur die Preise bestimmter Güter erfasst. Eine Möglichkeit stellt hier der Preisindex für die Lebenshaltung dar. Hier werden Preisänderungen erfasst, die von denen die privaten Haushalte direkt betroffen sind. Die Preisindizes für die Lebenshaltung basieren in der Regel auf Vier- Personenhaushalten. In den letzten Jahrzehnten sind die Preise für die Lebenshaltung ständig gestiegen. Allerdings sind die Preisentwicklungen bei einzelnen Gütergruppen unterschiedlich verlaufen.
Zwei Formen der Inflation
Betrachtet man die Inflationsraten (Inflationsrate: Der prozentuale Anstieg des allgemeinen Preisniveaus innerhalb eines Zeitraums (meistens eines Jahres)) kann man zwei unterschiedliche Formen der Inflation unterscheiden:
Die schleichende Inflation
Bei der schleichenden Inflation steigen die Preise langsam. Es handelt sich hierbei um jährliche Preissteigerungen von unter fünf Prozent.
Die Hyperinflation
Bei der Hyperinflation handelt es sich um Preisniveausteigerungen von mehr als 50 Prozent. In einem solchen Falle geben die Menschen ihr Geld so schnell wie möglich aus, um weiteren Preissteigerungen zuvorzukommen. Durch die immer schnellere Nachfrage kommt es zu immer schnelleren Preissteigerungen, wodurch die Nachfrage wiederum schneller wird, was wiederum schnellere Preissteigerungen mit sich bringt. In solchen Fällen weichen die Menschen entweder auf wertbeständige ausländische Währungen oder auf knappe Sachgüter als Ersatzwährung aus. Ein Beispiel für eine Ersatzwährung sind amerikanische Zigaretten nach dem zweiten Weltkrieg.
Die Deflation
Als Deflation wird ein Prozess stetiger Preissenkungen in einer Volkswirtschaft bezeichnet. Waren und Dienstleistungen werden als fortwährend billiger. Bei einer Deflation steht der gesamtwirtschaftlichen Gütermenge eine zu geringe Geldmenge gegenüber. Das bedeutet, dass die Gesamtnachfrage geringer ist, als das Gesamtangebot. Eine Deflation tritt meistens im Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Depression auf. Eine wirtschaftspolitische Gegenmaßnahme ist die Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Inflationäre Tendenzen kommen viel öfter vor als deflationäre Tendenzen.
Ursachen der Deflation
Eine Deflation kann u.a. durch eine übermäßige Verringerung der Geldmenge durch einschränkende, geldpolitische Maßnahmen der Zentralbank oder durch Einfuhrüberschüsse, die mit dem Abfluss von Geldmitteln in das Ausland verbunden sind, entstehen.
Folgen einer Deflation
Durch die Preissenkungen sinken die Gewinnerwartungen der Unternehmen. Das führt wiederum zu geringerer Investitionsbereitschaft und der Senkung der Güterproduktion. Die Arbeitslosigkeit steigt, es kommt zu Einkommensverlusten, welche wiederum die Nachfrage nach Konsumgütern reduziert. Dadurch sinken die Steuereinnahmen des Staates. Die gesamte Wirtschaftsleistung nimmt ab.
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