Der Zugang zu Finanzdienstleistungen, wie Krediten ist vielen Menschen verwehrt. Nicht nur Menschen in Entwicklungsländern sind aufgrund fehlender Sicherheiten vom Finanzmarkt ausgeschlossen. Auch in Deutschland sind zunehmend Menschen von diesem Problem betroffen.
Der Zugang zu Finanzdienstleistungen, wie Krediten ist vielen Menschen verwehrt. Nicht nur Menschen in Entwicklungsländern sind aufgrund fehlender Sicherheiten vom Finanzmarkt ausgeschlossen. Auch in Deutschland sind zunehmend Menschen von diesem Problem betroffen.

Mikrofinanzen
Mikrofinanzen beschränken sich nicht nur auf die Kreditvergabe. Auch andere Finanzdienstleistungen, wie etwa Spar- oder Versicherungsleistungen werden entsprechend angeboten. Mikrofinanzen richten sich an Menschen, die von herkömmlichen Finanzdienstleistungen ausgeschlossen sind. Ein Beispiel für Mikrofinanzen sind die Mikrokredite. Die Idee wurde bereits im 19. Jahrhundert von Genossenschaftsbanken angewendet. Mikrokredite als eigenständiges Geschäftsmodell wurden von Muhammed Yunus entwickelt. Die von ihm gegründete Großbank vergibt Kredite an Menschen, die von herkömmlichen Banken als nicht kreditwürdig eingestuft werden. Es handelt sich hierbei um sehr geringe Summen. Sie leihen sich Geld um z. B. einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen. Die Kreditnehmer, wie arme Landfrauen, haben keinerlei Sicherheiten. Um die nicht vorhandenen finanziellen Sicherheiten auszugleichen haben Mikrokreditinstitute andere Möglichkeiten gefunden. Ein weit verbreiteter Weg sind Genossenschaften. Die Kreditnehmer organisieren sich hierbei in Genossenschaften. Deren Mitglieder unterstützen sich gegenseitig bei der Produktion und der Zahlung der Raten. Durch das starke soziale Gefüge in den Entwicklungsländern wollen alle Kreditnehmer ihren Kredit unbedingt zurückzahlen, um nicht ihr Gesicht innerhalb der Dorfgemeinschaft zu verlieren. Die Zinsen für Mikrokredite in den Entwicklungsländern sind im Vergleich zu denen in den Industrieländern hoch. Sie liegen durchschnittlich bei 30 Prozent p. a.. Diese hohen Zinsen resultieren aus dem hohen Aufwand der Kreditinstitute, welche z. B. aus den niedrigen Volumina der Kredite resultieren. Im Vergleich zu den Zinssätzen, die die privaten Geldverleiher in den Entwicklungsländern verlangen, welche schon mal bei rund tausend Prozent liegen können, sind die Zinssätze der Mikrokreditinstitute recht gering.
Ökologische und ethische Anlage
Bei derartigen Anlagen werden neben den klassischen Anlagekriterien auch ökologische und soziale Aspekte mit beachtet. Bei diesen Fonds handelt es sich seit Jahren nicht mehr um Nischenprodukte. 2005 steckten nach Berechnungen des Bundesverbandes Deutscher Investmentgesellschaften (BVI) und des Schweizer Bankhauses Sarasin rund acht Milliarden Euro in deutschen Nachhaltigkeitsfonds für Kleinanleger. Es gibt keine einheitlichen Kriterien für ökologische und ethische Fonds. Die Gesellschaften bestimmen ihre Kriterien selbst. Zwei ökologische Fonds können daher sehr unterschiedliche Kriterien aufweisen. Anleger sollten sich daher genau informieren, wie die Kriterien der Institute aussehen und wie sie kontrolliert werden.
Die Auswahlkriterien:
Positivkriterien:
Investitionen werden nach bestimmten Kriterien getätigt.
Die häufigsten Positivkriterien sind:
Ausschlusskriterien:
Unternehmen, die eigenen ethischen Kriterien nicht entsprechen, werden ausgeschlossen.
Die wichtigsten Ausschlusskriterien sind:
Best-inClass-Ansatz:
Bei diesem Ansatz wird in die jeweils ethisch Besten jeder Branche investiert.
Hier ist das Merkblatt als PDF-Datei zu finden:
In dem Modul "Finanzdienstleistungen sind weitere Informationen zum ethischen Investment zu finden:
http://www.dolceta.eu/deutschland/Mod2/spip.php?rubrique32
Quellen:
Deutsches Aktieninstitut: www.dai.de
Gersdorff, Andrea von, Nachhaltigkeitsfonds, Nischendasein verlassen, verfügbar unter: http://news.iff-hh.de/index.php?id=2255&searchid=2&offset=2
Informationsplatt rund um ethisches Investment: www.nachhaltiges-investment.de Schröder, Edda, Helfen mit Gewinn, verfügbar unter: http://news.iff-hh.de/index.php?id=...
WALKER, ANETTE, Mit nachhaltigen Investments Kunden gewinnen, verfügbar unter: http://news.iff-hh.de/index.php?id=2255&searchid=2&offset=1