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Nachhaltiger Konsum


   Datum der juristischen Überprüfung: 15/02/2011

Passiv- oder Niedrigenergiehäuser

Passiv- und Niedrigenergiehäuser sind zukunftsweisende Bauformen, die ohne bzw. mit sehr geringem Heizenergiebedarf auskommen.

Häuser zum Wohlfühlen: Passiv- und Niedrigenergiehäuser

tag logoEnergie, Energie, Wohnen, Alternativen im Energiebereich

Bei entsprechender Planung kann Hausbau auch ein Beitrag zum Klimaschutz sein: Durch energiesparende Bauweise und umweltfreundliche Baustoffe werden Energie und CO2-Emissionen eingespart. Niedrigenergie- und Passivhäuser sind zukunftsweisende Bauformen, die all diese Ansprüche erfüllen.

Ein Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude, das durch verbesserte Wärmedämmung der Gebäudehülle (Wände, Decken, Fenster, Dach) mit sehr geringem Heizenergiebedarf auskommt und hohe Behaglichkeit bietet. Ein Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses, das ohne konventionelles Heizsystem auskommt.

Heizwärmebedarf

Der Heizwärmebedarf von Niedrigenergiehäusern liegt unter 50 kWh/m² und Jahr, der von Niedrigstenergiehäusern unter 30 kWh/m² und Jahr. Passivhäuser haben eine Energiekennzahl von max. 10 kWh/m² und Jahr.

Bauliche Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs

Diese Werte können durch konsequente Minimierung der Wärmeverluste erreicht werden, was primär durch eine verbesserte Wärmedämmung, aber auch durch kompaktes Bauen möglich ist. Vorsprünge, Erker, Gaupen etc. verschlechtern die Energiebilanz, gut gedämmte Wintergärten und unbeheizte Anbauten verbessern sie. Eine ästhetische Gliederung des Gebäudes kann durch vorgestellte Balkone, Laubengänge, Carports und ähnliches erreicht werden.

Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Wärmeverluste stellt eine Wohnraum-Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung dar. Die Wohnräume können über die Lüftungsanlage beheizt werden, indem die Zuluft mit einer Kleinstwärmepumpe oder einem Einzelofen erwärmt wird.

Nutzung von Sonnenenergie

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Planung eines Passiv- oder Niedrigenergiehauses ist die optimale Nutzung der Sonnenenergie: Wohnräume und Hauptfenster nach Süden, Nebenräume und Eingang nach Norden. Helle, warme Räume werden durch großzügige Südverglasungen geschaffen. Wärmegewinne maximieren heißt auch, ein Heizsystem zu wählen, das im Winter auf Sonnenschein reagiert.

Beitrag zum Klimaschutz

Die EU Kommission unterstützt Maßnahmen zur Erhöhung der Zahl der Niedrigstenergiegebäude. Dazu sollen nationale Pläne geschaffen werden.

Österreich hat sich 1998 mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls international zum Klimaschutz verpflichtet. Da die Raumwärme zu etwa einem Drittel an der CO2 –Produktion beteiligt ist, haben die meisten Bundesländer ihre Wohnbauförderung umgestellt, sodass in Zukunft nur mehr Häuser mit sehr geringem Heizenergiebedarf gefördert werden.

Weitere Infos:

www.umweltberatung.at

www.klimaaktiv-gebaut.at

 
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