In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung von Zahlungsmöglichkeiten mit Karten stark zugenommen. In der Zwischenzeit gibt es eine Vielzahl von „Plastikkarten“ die sich teilweise sehr stark unterscheiden.
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Die am meisten verbreitete Plastikkarte in Österreich ist die Maestro-Karte (vor allem als Bankomatkarte geläufig). Sie ist eine so genannte Debitkarte und wird in Verbindung mit einem Privatkonto ausgestellt. Im Unterschied zu einer Kreditkarte wird bei Debitkarten nach dem Kauf oder der Abhebung das Girokonto des Karteninhabers sofort oder innerhalb weniger Tage belastet.
Eine vollwertige Bankomatkarte erhält der Inhaber eines Girokontos ab Vollendung des 18. Lebensjahres. Vorher können von der Bank Kundenkarten ausgestellt werden, deren Verwendung eingeschränkt ist (z.B. auf Geldausgabeautomaten im Foyer der konkreten Bankfiliale, bei der das Konto besteht).
Aussehen und Bestandteile der Bankkarte können Sie hier sehen.
Ist man im Besitz einer solchen Karte, so stehen einem verschiedene Verwendungsmöglichkeiten offen:
In Österreich von geringerer Bedeutung aber aufgrund der steigenden Zahl von Internetgeschäften immer beliebter ist die klassische Kreditkarte. Eine Kreditkarte (z.B. Visa, MasterCard, ...) funktioniert ähnlich wie eine Maestro-Karte. Mit ihr kann man ebenfalls weltweit ohne Bargeld in vielen Geschäften, Tankstellen, Hotels oder im Internet bezahlen. Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch, dass bei einer Zahlung mit Kreditkarte der Betrag nicht sofort vom Konto abgebucht wird, sondern – wie der Name schon sagt – ein Kreditgeschäft zwischen Karteninhaber und Kreditkartenfirma entsteht.
Die Kreditkartenfirma sammelt alle Zahlungen, die man im Laufe eines Monats tätigt und hebt den entstandenen Betrag (meist am Monatsende) auf einmal vom Konto ab. Möglich ist aber oft auch die Bezahlung des offenen Betrages in Raten.
Im Kreditkartenpaket ist auch häufig eine Versicherung (z. B. Reisegepäck, Reiseunfall, Behandlungskosten, ...) enthalten. Je nach Umfang der Versicherungsleistungen und des Kreditbetrages variiert die Höhe der Jahresgebühr, die die/der Besitzer/in für das Service zahlen muss.
Voraussetzung für eine Kreditkarte ist die Volljährigkeit, ein Girokonto und Kreditwürdigkeit (geregeltes Einkommen in einer gewissen Höhe).
Kreditkarten können überall dort verwendet werden wo sie als Zahlungsmittel akzeptiert sind. Dort wo das Logo der betreffenden Kreditkarte an der Eingangstür oder an der Kassa zu sehen ist, kann man davon ausgehen, dass man mit dieser Kreditkarte bezahlen kann.
Aussehen und Merkmale von Kreditkarten sehen Sie hier.
Was sollten Sie bei der Verwendung von Kreditkarten im Internet beachten?
Für den Fall, dass ein Problem bei Zahlungen im Ausland auftreten sollte, hilft in erster Linie einmal die eigene Bank. Darüber hinaus gibt es Hilfestellung von den bestehenden nationalen Schlichtungsstellen für Finanzdienstleistungen, welche sich im Kooperationsnetzwerk FIN-NET (einem Netz nationaler Stellen für die außergerichtliche Beilegung von Finanzstreitigkeiten in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums) verbunden haben. Auch der Verein für Konsumentenschutz oder die Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer kann bei Problemen helfen.
Weitere Informationen zur Vorgehensweise bei Beanstandungen und Reklamationen finden Sie im dazu gehörenden Fact-Sheet.
Links zu Finanzdienstleistungen (Modul 2)
weiterführende Web-Links
Literaturtipps:
Verweise auf andere Merkblätter
Bankgeschäfte | Haushaltsplanung | Risiko
Glossar
Bankomat | Debitkarte | Quick | Kartenprüfnummer | FIN-NET | PIN
(Stand 02/2009)