In einem Investmentfonds bündelt eine Kapitalanlagegesellschaft die Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikostreuung in verschiedenen Vermögenswerten gewinnbringend anzulegen.
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Vereinfacht gesagt funktioniert ein Investmentfonds folgendermaßen: Eine Kapitalanlagegesellschaft wählt unter verschiedenen Aspekten (Chance, Risiko und Sicherheit) Aktien, verzinsliche Wertpapiere oder andere Wertpapierinstrumente aus.
Ein einzelner Anleger hat gewöhnlich nicht genug Geld, um bei seiner Vermögensanlage das Risiko in erforderlichem Umfang zu streuen. Deshalb zahlt er stattdessen, wie viele andere Anleger auch, in einen gemeinsamen Topf ein: den Investmentfonds. Der Investmentfonds stellt also das gemeinsame Vermögen von vielen, zumeist mehreren tausend Anlegern dar. Jeder Anleger erwirbt dabei nach der Einzahlung des zu investierenden Betrages entsprechende Anteile am Gesamtvermögen und somit an Erfolg und Misserfolg des Fonds.
Die laufenden Geschäfte, also Kauf und Verkauf von Aktien, verzinslichen Wertpapieren usw. führt das Fondsmanagement durch und erstattet darüber regelmäßig Bericht. Der Wert der Anteile der verschiedenen Investmentfonds wird täglich neu berechnet.
Investmentfonds können in viele verschiedene Finanzinstrumente investieren und es gibt eine Vielzahl verschiedener Fonds mit unterschiedlich hohen Risiken. Der größte Teil des Investmentportfolios eines Fonds wird unter der Kontrolle von professionellen Managern ständig angepasst. Diese Manager versuchen die zukünftige Entwicklung von für den Fonds passenden Investments abzuschätzen und entscheiden sich für jene, die den Zielen des Investmentfonds am besten entsprechen.
Investmentfonds können auf unterschiedliche Art und Weise eingeteilt werden. Eine übliche Möglichkeit ist die folgende:

Neben diesen Investmentfonds gibt es noch eine Vielzahl weiterer Anlageprodukte wie Immobilienfonds oder Hedgefonds. Letztere bedienen sich spekulativer und hochriskanter Finanzinstrumente (wie Derivate oder Leerverkäufe), um ihre Ziele zu erreichen. Sie unterlagen bisher keinen gesetzlichen oder sonstigen Einschränkungen, was sich aufgrund der Finanzkrise jedoch ändern wird. Diskutiert wird eine stärkere Kontrolle von Hedgefonds.
Viele Anleger wollen sich bei der Auswahl ihrer Anlageprodukte heute nicht mehr nur auf Fragen der Rendite oder des Risikos beschränken. In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach ethisch-ökologischen Investments stark gestiegen. Immer stärker stehen für die Anleger also auch Fragen nach den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von Geldanlagen im Mittelpunkt.
Ethische oder nachhaltige Investmentfonds bieten die Möglichkeit der institutionalisierten Form einer nach sozialen und ökologischen Kriterien ausgerichteten Geldanlage. Sie investieren auf der Basis unterschiedlicher Positiv- und Ausschlusskriterien und übernehmen die für die einzelnen Anleger ohnehin nur schwer zu bewältigende Bewertung von Anlagemöglichkeiten. Durch die Bündelung des Kapitals vieler Anleger ergibt sich auch eine wesentlich wirkungsvollere Steuerungs- und Gestaltungsmöglichkeit.
Die Anlage in ethische Investmentfonds setzt natürlich eine intensive Auseinandersetzung mit den einzelnen Produkten und Unternehmen voraus. Eine Orientierung bietet der bekannte Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden. Mehr Informationen zu diesem Leitfaden finden Sie hier.
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Literaturtipps:
Verweise auf andere Merkblätter
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(Stand 05/2009)